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12. September 2025

Olaf Lies und Deniz Kurku ehren die Preisträgerinnen und Preisträger des Niedersächsischen Integrationspreises 2025

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Ministerpräsident Olaf Lies und der Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Deniz Kurku, werden am Montag, den 15. September 2025, gemeinsam mit der Jury den Niedersächsischen Integrationspreis 2025 verleihen. Der Preis steht in diesem Jahr unter dem Motto „Mehr Chancen für Kinder und Jugendliche durch Bildung und Sprache!“ und ist mit insgesamt 24.000 Euro (vier Mal je 6.000 Euro) dotiert. Der Integrationspreis wird bereits zum 16. Mal vergeben. Das Bündnis „Niedersachsen packt an“ vergibt zum zehnten Mal seinen Sonderpreis – ebenfalls mit einem Preisgeld in Höhe von 6.000 Euro. Der Niedersächsische LandesSportBund lobt in diesem Jahr das zweite Mal einen Sonderpreis in Höhe von 6.000 Euro aus.


Die Preisverleihung findet im Rahmen eines Festaktes mit über 200 geladenen Gästen im Alten Rathaus in Hannover statt. Die Veranstaltung wird von Jan Egge Sedelies moderiert.

Pressevertreterinnen und -vertreter sind herzlich zur Berichterstattung eingeladen:

Montag, 15. September 2025, 18.30 Uhr

Altes Rathaus

Karmarschstraße 42

30159 Hannover


Wir bitten um Anmeldung bis Montag, 15. September 2025, 12.00 Uhr an pressestelle@stk.niedersachsen.de, vielen Dank.


Mit dem Niedersächsischen Integrationspreis 2025 werden Projekte und Initiativen ausgezeichnet, die sich durch ehren- oder hauptamtliches Engagement mit neuen Ideen dafür engagieren, die Chancengerechtigkeit von Kindern und Jugendlichen zu fördern sowie die Demokratie und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Die rund 130 Bewerbungen zum diesjährigen Motto „Mehr Chancen für Kinder und Jugendliche durch Bildung und Sprache!“ zeigen, dass sich zahlreiche niedersächsische Vereine, Verbände, Initiativen, Institutionen, Stiftungen, Schulen und Kindergärten auf vielfältige Weise für Geflüchtete und Zugewanderte engagieren und dadurch einen wesentlichen Beitrag zur Steigerung der Chancengerechtigkeit von Kindern und Jugendlichen leisten.

Der niedersächsischen Landesregierung ist es ein wichtiges politisches Anliegen, die Potentiale der von der Jury ausgewählten Institutionen, Verbände, Vereine, Schulen etc. mit dem Niedersächsischen Integrationspreis auszuzeichnen. Diese stehen gleichzeitig stellvertretend für viele Akteurinnen und Akteure mit ähnlichen Projekten und Initiativen.

Ein wesentliches Ziel des Niedersächsischen Integrationspreises ist es, gute Projekte, Initiativen und Ansätze öffentlich zu machen und gleichzeitig dazu zu ermuntern, derartigen Beispielen zu folgen und neue Ideen zu entwickeln. Auf der Website des Niedersächsischen Integrationspreises www.niedersächsischer-integrationspreis.de werden die Preisträgerinnen und Preisträger der letzten Jahre mit ihren Projekten in Kurzfilmen vorgestellt. Darüber hinaus finden Sie hier auch weitere Informationen zum Integrationspreis, beispielsweise über die Jurymitglieder, die Pressemitteilungen, den Ausschreibungstext, etc. 

 

Weitere Informationen zum Niedersächsischen Integrationspreis 2025


Die Jury

Neben Deniz Kurku gehören in diesem Jahr zur Jury:

- Modou Diedhiou, Trainer für Empowerment und rassismuskritische Bildung, Moderator, Gründer der Bildungsinitiative Schwarze Schafe e.V.

- Claudia Kalisch, Oberbürgermeisterin der Hansestadt Lüneburg

- André Kwiatkowski, Präsident LandesSportBund Niedersachsen e.V.

- Stefan Störmer, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Niedersachsen

- Elke Montanari, Professorin für Deutsch als Zweitsprache an der Universität Hildesheim; Forschungsschwerpunkte: Mehrsprachigkeit und Spracherwerb

- Khadra Sufi, Moderatorin und Buchautorin

 

Die Preisträgerinnen und Preisträger

 

Kindertafel Paul-Gerhardt-Haus, Hansestadt Lüneburg, mit dem Projekt „Kindertafel Paul-Gerhardt-Haus“

Seit über 30 Jahren unterstützt die Kindertafel im Paul-Gerhardt-Haus Grundschulkinder aus benachteiligten Familien mit einem umfassenden Angebot: gemeinsames Mittagessen, Hausaufgabenhilfe, gezielte Lernförderung in Deutsch, Mathematik und Deutsch als Zweitsprache (DaZ) sowie vielfältige Freizeitaktivitäten. Die Kindertafel bietet den Kindern Kontinuität und Verlässlichkeit und unterstützt sie dabei, sich zu selbstbewussten Persönlichkeiten zu entwickeln. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf individueller Lernzeit und enger Zusammenarbeit mit Grundschulen sowie der Leuphana Universität. Zusätzlich bietet der LernRaum+ Jugendlichen der Klassen 5 bis 7 Lernunterstützung und ein gemeinsames Abendessen. Rund 120 Ehrenamtliche engagieren sich für eine verlässliche Förderung mit dem Ziel, Bildungschancen zu stärken und Persönlichkeitsentwicklung zu begleiten.

 

Up to help e.V., Oldenburg, mit dem Projekt „School in Motion“

Mit dem Projekt „School in Motion“ bietet der Verein Up to help e.V. eine mobile „Deutsch als Zweitsprache (DaZ)-Schule“, die alltagsintegrierte Sprachkurse für geflüchtete Kinder und Jugendliche an verschiedenen Schulen in Oldenburg organisiert. Das Projekt richtet sich besonders an Kinder, die Deutsch lernen möchten, und bietet unbürokratische Sprachförderung sowohl innerhalb als auch außerhalb der Schule. Im Fokus steht die Unterstützung der Schulen bei der Integration von geflüchteten Kindern und Jugendlichen. „School in Motion“ ist inzwischen an vier Standorten in Oldenburg aktiv und erreicht jedes Jahr mehr als 300 Schülerinnen und Schüler, die kostenfrei unterrichtet werden. Darüber hinaus organisiert die Initiative projektorientierte Sprachferienschulen, die durch regionale und kulturelle Aktivitäten, wie z. B. Begegnungen mit deutschen Kindern und Familien, ergänzt werden. Lehramtsstudierende, die sich bei „School in Motion“ engagieren, erhalten im Rahmen des Projekts die Möglichkeit, praxisorientierte Erfahrungen zu sammeln. Das Projekt wird durch die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg evaluiert, um die Qualität der Angebote kontinuierlich zu sichern.

 

IKJA e.V., Landeshauptstadt Hannover, mit dem Projekt „Deutsch für einen guten Start – für neuzugewanderte Jugendliche ohne Schulplätze und ohne passende Schulplätze“

Der Verein IKJA e.V. bietet geflüchteten Jugendlichen ohne Schulplatz oder mit unpassenden Schulzuweisungen eine erste Anlaufstelle zum Spracherwerb. In kleinen Lerngruppen erhalten 40 bis 50 junge Menschen – angepasst an ihren Sprachstand und Lernrhythmus – Unterricht in Deutsch, Alphabetisierung sowie bedarfsorientierte Nachhilfe. Besonders berücksichtigt werden Jugendliche unter 16 Jahren, die ohne ausreichende Sprachkenntnisse in Regelklassen überfordert sind, sowie ältere Jugendliche in Sprachlernklassen der Berufsbildenden Schulen. IKJA e.V. begegnet hoher Fluktuation mit flexiblen Kursstrukturen und legt Wert auf ein förderndes Umfeld, das Motivation stärkt, Bildungsbarrieren abbaut und Teilhabe ermöglicht. Das Projekt setzt sich dafür ein, die Jugendlichen zu empowern, nachteilige Bildungsbiografien zu verhindern und die Voraussetzungen für Teilhabe und Zukunftschancen zu schaffen.

 

Bildungshelden gGmbH, Salzgitter, mit dem Projekt „Haus der Bildung“

Im „Haus der Bildung“ erhalten Kinder mit Zuwanderungsgeschichte gezielte schulische Förderung und kulturelle Bildungsangebote – direkt im Herzen eines Salzgitteraner Stadtteils mit besonderem Unterstützungsbedarf. Das Projekt, initiiert von Akademikerinnen und Akademikern mit eigener Migrationserfahrung, wird in Kooperation mit der Wohnbaugesellschaft TAG Wohnen umgesetzt. In sieben Lern- und Kreativräumen sowie einem großen Garten bietet das Haus täglich ab 14.00 Uhr Lernförderung und ab 16.30 Uhr vielfältige Freizeitaktivitäten. Im Mittelpunkt stehen Sprachförderung, Wertevermittlung und kulturelle Teilhabe. Ehrenamtliche wirken als positive Vorbilder. Auch in den Ferien gibt es kreative Programme wie Empowerment-Workshops, Kunstprojekte oder Naturerlebnisse – etwa in Form von Ausstellungen geflüchteter Kinder im öffentlichen Raum.

 

Sonderpreis des Bündnisses „Niedersachsen packt an“:

Kids Club Vahrenheide des Jugendverbandes Evangelischer Freikirchen e.V., Landeshauptstadt Hannover, mit dem Projekt „Fit für Bildung und Beruf – Empowerment junger Menschen in Bildungstandems“

Der Kids Club Vahrenheide bietet im Rahmen von „Fit für Bildung und Beruf - Empowerment junger Menschen in Bildungstandems“ seit 13 Jahren individuelle Sprach- und Lernförderung für Kinder und Jugendliche im Stadtteil. Jugendliche werden in vier Trainingseinheiten pro Jahr in Methoden der Sprachförderung geschult und übernehmen anschließend die Rolle von Peer-Coaches in sogenannten Bildungstandems mit Grundschulkindern. Ziel ist es, die Sprach- und Lesekompetenz der Kinder zu fördern und gleichzeitig die sozialen Kompetenzen und das Selbstbewusstsein der Jugendlichen zu stärken. Das Projekt fördert den gemeinschaftlichen Zusammenhalt insbesondere dadurch, dass Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichem sozialen und kulturellen Hintergrund zusammengebracht und geschult werden. Des Weiteren wird ein Netzwerk aufgebaut, das den Austausch und die gegenseitige Unterstützung zwischen den Teilnehmenden fördert.

 

Sonderpreis des LandesSportBundes Niedersachsen e.V.:

Institut für Sportwissenschaft und Bewegungspädagogik der TU Braunschweig, Braunschweig, mit dem Projekt „BuS (Bewegung und Sprachförderung) – bewegungsbezogene DaZ-Angebote für Grundschulen“

Mit dem Projekt „BuS (Bewegung und Sprachförderung) – bewegungsbezogene „Deutsch als Zweitsprache (DaZ)-Angebote für Grundschulen“ verknüpft das Institut für Bewegungspädagogik und Sportwissenschaft der TU Braunschweig seit 2016 Sprachförderung und Bewegung zu einem innovativen DaZ-Angebot für Grundschulen mit hohem Migrationsanteil. Studierende gestalten wöchentliche, kostenfreie Einheiten an bis zu fünf Schulen. Durch bewegungsbasierte Lernsettings – etwa Bewegungstheater, kooperative Aufgaben oder Bewegungsbaustellen – entstehen spielerische Sprechanlässe, die Sprachpraxis und soziale Kompetenzen stärken. Jedes Kind erhält ein individuelles Förderprofil, das in enger Abstimmung mit den DaZ-Lehrkräften zur bedarfsgerechten Gestaltung der Inhalte beiträgt. Ein Betreuungsschlüssel von 1:5 gewährleistet dabei intensive Begleitung.

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